Aktuell Termine Lexikon Archiv Rezepte Kontakt Impressum
AKTUELL
Passivrauchen - eine große Gefahr für die Gesundheit der Kinder

Sarkome - seltene Tumore benötigen besondere Expertise

Viren statt Antibiotika - Phagen in atomarer Auflösung ...

Tiermedizin - Epilepsie-Gen entdeckt - Entsprechung beim Menschen?

Eine intakte Darmflora hält geistig fit – mit Hilfe des Immunsystems
Aggressiver Bauchspeicheldrüsen-
krebs: Welche Rolle spielen Entzündungssignale
Allergien und Asthma - Warum Rohmilch schützt
Damit Fondue-Fleisch nicht krank macht
Fähigkeiten von Riesenzellen des Immunsystems
Blutvergiftung - schnellere Analyse von Resistenzen
Schmerzfrei mit computer-
gestützter Endoprothetik
Auf dem Weg zur Medikamenten-
therapie durch die Haut?
Starthilfe für die körpereigene Tumorabwehr
UKL-Neurologen untersuchen Wirkung der Magnetstimulation bei Parkinson
Sepsis: Botenstoff des Immunsystems verursacht unkontrollierbare Entzündung
Pharmakologie - Bremse für das Ebola-Virus
Wenn Diagnosen medizinische Detektivarbeit erfordern
Quelle des Ebolafieber-Ausbruchs in Westafrika eingegrenzt
Muskelbildung - auf die richtigen Verbindungen kommt es an
Herz wird in „Erholungszustand“ versetzt
Krebs zerstören, Prostata erhalten
Dritter wissenschaftlicher Männerkongress ging zu Ende
HAL Exoskelett verbessert Gehfähigkeit
Tetanus-Gefahr auch bei der Gartenarbeit nicht unterschätzen
Veterinärantibiotika in Gülle auf Bakterien im Ackerboden
Das kollektive Schweigen zum Mammographie-Screening
Gewappnet für den ersten Atemzug
Bei Schlaganfall rettet Schädelöffnung oft Leben
Zeitiger Pollenflug führt zu Problemen

      Quelle: wikimedia
Tetanus-Gefahr auch bei der Gartenarbeit nicht unterschätzen

UKL-Infektionsmediziner Dr. Christoph Lübbert rät zur Impfung


Umgraben, harken, ernten – Sommerzeit ist Gartenzeit. Kleinere Verletzungen bleiben dabei nicht aus, wenn man an den Dornen von Brombeeren hängenbleibt oder sich beim Stutzen der Hecke in die Hand schneidet. „Neben einer gründlichen Reinigung der Wunde ist auch eine regelmäßige Impfung gegen Tetanus wichtig. Denn die resistenten Sporen des Bakteriums kommen nahezu überall auf der Welt vor, auch in der Gartenerde oder im Straßenstaub“, erklärt Dr. Christoph Lübbert. Er leitet den Bereich Infektions- und Tropenmedizin am Uniklinikum Leipzig.

Schon eine kleine Verletzung reicht aus, über die die Sporen in den Körper gelangen und entlang der Nervenbahnen bis ins Rückenmark und das Gehirn wandern und so Tetanus, auch bekannt unter dem Namen Wundstarrkrampf, auslösen können. Deshalb ist bei einer Verletzung die gründliche Reinigung der Wunde unabhängig von deren Größe, also auch bei Schürfwunden, nötig. Bei größeren Verletzungen sollte dies ein Arzt übernehmen. Zudem ist die Abfrage des Impfstatus wichtig, erklärt Dr. Lübbert: „Wenn der Immunstatus unklar ist, wird nachgeimpft. Gleichzeitig können Antikörper gegeben werden, die die Ausbreitung der Giftstoffe im Körper eindämmen.“

Denn das Gefährliche an Tetanus ist nicht der Erreger selbst, sondern es sind die so genanntenToxine, die er produziert – Gifte, die dazu führen, dass sich die Muskulatur am ganzen Körper derart verkrampft, dass sich Betroffene gar nicht mehr bewegen können. Schlimmstenfalls brechen sogar Wirbel und es kann zum Erstickungstod kommen, wenn die Atemmuskulatur nicht mehr arbeitet.

Die einzig mögliche Therapie besteht dann in der Gabe von Medikamenten, die die Muskulatur entspannen, sowie – in schweren Fällen – einer künstlichen Beatmung. Ansonsten können die Mediziner nur warten, bis der Körper die Gifte langsam abbaut, was viele Wochen dauern kann. Erst dann zeigten sich auch mögliche Spätfolgen, die es beispielsweise durch Sauerstoffmangel im Gehirn geben kann, so Dr. Lübbert. „Trotz Behandlung sterben aber auch in Deutschland immer noch Menschen an Tetanus – dabei lassen sich diese Todesfälle durchaus vermeiden“, sagt der Infektionsmediziner.

Mit einer Impfung, die jeder Hausarzt vornimmt, kann man sich leicht gegen Wundstarrkrampf schützen. Die Grundimmunisierung sollte bereits im Baby- bzw. Kleinkindalter erfolgen, anschließend ist eine Auffrisch-Impfung alle zehn Jahre wichtig, damit der Schutz erhalten bleibt. Es ist besonders der Wirksamkeit der Injektionen zu verdanken, dass es heute nur noch sehr wenige Tetanus-Fälle in Deutschland gibt: „Tetanus ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Infektionskrankheit über eine Impfung besiegt wurde und heute bei uns fast vergessen ist. Allerdings ist sie nur so lange besiegt, wie sich die Menschen dagegen impfen lassen“, sagt Dr. Lübbert.

Omas Apotheke
Infekte der Atemwege - Reizhusten - Halswickel - Bauchwickel
Die Heilkraft der Lindenblüten
Filmberichte
Ganzheitliche Therapie von Wirbelsäulen und Gelenkerkrankungen
Rezepte
Mangold - vitaminreiches Gemüse