Aktuell Termine Lexikon Archiv Rezepte Kontakt Impressum
AKTUELL
Passivrauchen - eine große Gefahr für die Gesundheit der Kinder

Sarkome - seltene Tumore benötigen besondere Expertise

Viren statt Antibiotika - Phagen in atomarer Auflösung ...

Tiermedizin - Epilepsie-Gen entdeckt - Entsprechung beim Menschen?

Eine intakte Darmflora hält geistig fit – mit Hilfe des Immunsystems
Aggressiver Bauchspeicheldrüsen-
krebs: Welche Rolle spielen Entzündungssignale
Allergien und Asthma - Warum Rohmilch schützt
Damit Fondue-Fleisch nicht krank macht
Fähigkeiten von Riesenzellen des Immunsystems
Blutvergiftung - schnellere Analyse von Resistenzen
Schmerzfrei mit computer-
gestützter Endoprothetik
Auf dem Weg zur Medikamenten-
therapie durch die Haut?
Starthilfe für die körpereigene Tumorabwehr
UKL-Neurologen untersuchen Wirkung der Magnetstimulation bei Parkinson
Sepsis: Botenstoff des Immunsystems verursacht unkontrollierbare Entzündung
Pharmakologie - Bremse für das Ebola-Virus
Wenn Diagnosen medizinische Detektivarbeit erfordern
Quelle des Ebolafieber-Ausbruchs in Westafrika eingegrenzt
Muskelbildung - auf die richtigen Verbindungen kommt es an
Herz wird in „Erholungszustand“ versetzt
Krebs zerstören, Prostata erhalten
Dritter wissenschaftlicher Männerkongress ging zu Ende
HAL Exoskelett verbessert Gehfähigkeit
Tetanus-Gefahr auch bei der Gartenarbeit nicht unterschätzen
Veterinärantibiotika in Gülle auf Bakterien im Ackerboden
Das kollektive Schweigen zum Mammographie-Screening
Gewappnet für den ersten Atemzug
Bei Schlaganfall rettet Schädelöffnung oft Leben
Zeitiger Pollenflug führt zu Problemen
Zeitiger Pollenflug führt zu Problemen

Allergologie am Uniklinikum Leipzig: Zeit für Hyposensibilisierung wird immer knapper


Foto: OliBac from FRANCE
Nach ersten Daten des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationskrankheiten (LIFE) leidet fast jeder dritte Leipziger Erwachsene unter Symptomen eines allergischen Schnupfens. Viele dieser Betroffenen haben unter dem sehr zeitigen Pollenflug in diesem Jahr zu leiden. Auch die behandelnden Ärzte am Universitätsklinikum Leipzig sehen Probleme kommen, weil zu wenig Zeit für die Hyposensibilisierung war. Damit könnte diese Therapie, die vielen Allergikern hilft, über den Höhepunkt der Pollenbelastung zu kommen, nicht die gewünschten Ergebnisse haben.

"Typischerweise müssen die meisten Pollenallergiker erst ab April mit dem Auftreten von Beschwerden rechnen“, so Prof. Dr. Regina Treudler, Oberärztin an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig. „In diesem Jahr ist jedoch aufgrund des warmen Wetters die Pollenflugsaison um einige Wochen voraus. So haben sehr viele Patienten seit Januar mit den Hasel- und den Erlenpollen äußerst starke Beschwerden. Neben Problemen an den Atemwegen werden vermehrt auch Symptome nach Verzehr von Kern- und Steinobst beklagt. Hierbei handelt es sich um eine typische Kreuzreaktion bei einer Sensibilisierung auf frühblühende Bäume.

Damit bekommen die Pollen-Allergiker in diesem Jahr sehr viel früher, scheinbar stärker und womöglich auch länger Beschwerden. Das heißt, dass die Betroffenen nun auch länger ihre Medikamente einnehmen müssen. Zudem wird die Zeit für eine vorbeugende Therapie immer knapper.

„Mit dieser Therapie, auch Hyposensibilisierung, spezifische Immuntherapie oder Allergieimpfung genannt, soll ja die Wirkung von Allergenen herabgesetzt werden“, erklärt Prof. Treudler. „Dabei verabreichen wir dem Patienten, der unter einer Allergie leidet, anfangs sehr geringe und im Verlauf zunehmende Dosen jener Allergene, die ihn beeinträchtigen. Damit soll in seinem Körper eine Toleranz erzeugt werden. Einfach gesagt: Der Körper wird an die Pollen gewöhnt, damit er nicht mehr so heftig reagiert.“

Diese Hyposensibilisierung zeigt nach den Daten der Leipziger Allergologin die besten Erfolge, wenn sie spätestens etwa vier Monate vor der jeweiligen Pollenbelastung eingeleitet wird. „Wir beginnen also bei Patienten im Dezember oder Januar mit der Hyposensibilisierung. Allerdings haben uns das Wetter und die Natur einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem die Pollen so früh kamen. Das heißt, dass bei diesen Patienten wohl wenig Erfolg eintreten wird. Es ist zu befürchten, dass die Therapie schwächer wirkt.“

Die Schlussfolgerung von Prof. Treudler lautet: „Wir müssen mit der Hyposensibilisierung noch früher anfangen. Möglicherweise kann man diese Therapie zukünftig mit neuen Präparaten auch schon in der Saison beginnen. Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Auf alle Fälle müssen wir umdenken und lernen, mit der Lage umzugehen.“

Bisher wurde davon ausgegangen, dass in der Spätherbst- und Winterzeit, wenn die Patienten also beschwerdefrei sind, mit der Therapie begonnen wird. Da die beschwerdefreie Zeit immer kürzer wird – zum einen verlängert die aus Amerika nach Deutschland eingeschleppte Ambrosia-Pflanze die Pollenflugzeit bis in den Spätherbst, zum anderen begann durch den milden Winter die Pollenflugsaison sehr zeitig – muss nun geprüft werden, ob die Hyposensibilisierung noch während der Saison begonnen werden kann. „Wir sammeln derzeit Erfahrungen, inwieweit das möglich ist“, so die Leipziger Allergologin. Allen Betroffenen rät sie, sich frühzeitig in allergologische Behandlung zu begeben, damit eine wirksame Therapie eingeleitet werden kann.


Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.


(Foto dient nur zu Illustrationszwecken, d.Red.)

Omas Apotheke
Infekte der Atemwege - Reizhusten - Halswickel - Bauchwickel
Die Heilkraft der Lindenblüten
Filmberichte
Ganzheitliche Therapie von Wirbelsäulen und Gelenkerkrankungen
Rezepte
Mangold - vitaminreiches Gemüse